Heizstrahler für die Außengastronomie: Was sich rechnet
Jede Woche, die die Terrasse im Herbst länger nutzbar bleibt, ist zusätzlicher Umsatz. Dieser Ratgeber zeigt, wie viel Heizleistung Sie je Sitzplatz brauchen, warum Infrarot in der Gastronomie fast immer die richtige Wahl ist und was der Betrieb pro Abend tatsächlich kostet.

Warum Infrarot und nicht Gas
- Infrarot wärmt Personen, nicht Luft: die Wärme kommt dort an, wo der Gast sitzt – im Freien ist das der entscheidende Unterschied
- Sofort da: keine Vorheizzeit, kein Nachlauf – passt zum Betrieb, in dem Gäste kommen und gehen
- Kein Flaschenhandling: keine Gasflaschen, keine Lagerung, keine Wechsel mitten im Service
- Weniger Auflagen: Gasgeräte bringen Aufstell- und Lagervorschriften mit, die viele Kommunen zusätzlich verschärfen
Wie viel Leistung brauchen Sie?
| Situation | Faustwert | Beispiel |
|---|---|---|
| Windgeschützt, überdacht | ca. 300–400 W je Sitzplatz | 4er-Tisch: ein 1.500-W-Strahler |
| Offene Terrasse | ca. 500–700 W je Sitzplatz | 4er-Tisch: ein 2.000–2.500-W-Strahler |
| Zugig, freistehend | ca. 800–1.000 W je Sitzplatz | 4er-Tisch: zwei Strahler oder ein 3.000-W-Gerät |
Montagehöhe: 2,20 bis 2,50 m sind der übliche Kompromiss. Tiefer wird es punktuell zu heiß, höher verpufft die Wirkung.
Was kostet der Betrieb?
Ein 2.000-W-Strahler verbraucht bei vier Stunden Betrieb 8 kWh. Bei 30 ct/kWh sind das rund 2,40 € pro Abend und Gerät. Sechs Strahler über eine Saison von 100 Abenden ergeben etwa 1.440 € Stromkosten – bei einem 4er-Tisch, der dadurch überhaupt erst besetzt wird, ist das schnell eingespielt.
Sparhebel in der Praxis: Zonen schalten statt alles laufen zu lassen, und Geräte mit Dimmung oder Fernbedienung wählen. Ein Strahler über einem leeren Tisch heizt den Himmel.
Häufige Fragen
Wand, Decke oder Standgerät?
Wand- und Deckenmontage ist unauffälliger, diebstahlsicher und spart Fläche. Standgeräte sind flexibel, brauchen aber Kabel über den Boden – im Gastbereich ein Stolperthema.
Dürfen Heizstrahler überall aufgestellt werden?
Auf eigener Fläche in der Regel ja. Bei Sondernutzung öffentlicher Flächen entscheidet die Kommune – einige Städte haben Heizstrahler eingeschränkt. Vor dem Kauf beim Ordnungsamt nachfragen.
Welche Schutzart brauche ich?
Im Freien mindestens IP44, unter offenem Himmel besser IP65. Die Angabe steht in den technischen Daten jedes Geräts.
Sind goldene Strahler besser als rote?
Goldröhren („Golden") strahlen weniger sichtbares Licht ab und blenden dadurch weniger – angenehmer für Gäste, bei gleicher Wärmeleistung.
Heizstrahler bei Gastro-Nik
- Bartscher ST2000 E – 2.000 W, der günstige Einstieg
- Bartscher W2000 E – 2.000 W zur Wandmontage
- Bartscher W3000 E – 3.000 W für offene Flächen
- Saro GOLDEN 2000 AMBER FOCUS – blendarme Goldröhre
- Saro 2400 GIANT – 2.400 W für große Terrassen
Wie viele Strahler braucht Ihre Terrasse?
Schicken Sie uns Fläche und Sitzplätze – wir rechnen Leistung und Anschlüsse durch.
Zuletzt aktualisiert am 1. September 2026.